KLEINES ABC SOZIALER EFFEKTE
Kleines ABC sozialer Effekte |
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| Wir beginnen für Sie stichwortartig Effekte zu sammeln. Sollten Sie Anregungen oder Fragen dazu haben, werden wir gerne darauf eingehen! | ||||||||||||||||||||||||
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A |
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| Aal-Prinzip
Unternehmen und Arbeiten. Akronym für Andere arbeiten lassen. Trend, den Kunden selbst die Dienstleistungen verrichten lassen (z.B. Anträge auszufüllen, auf Flohmarkt selbst Verkäufer zu sein). Vorwiegend auf Internet-Plattformen wirksam. ABC-Kundenanalyse Wirtschaft und Entwicklung. Dient Klassifikation und Schwerpunktbildung von z.B. Kunden, Lieferanten, Reklamationen. Einteilung in verschiedene Wichtigkeitsstufen möglich. Oft – vereinfachend – A-Kunde verstanden als einer aus der 20%-Kundengruppe, die 80% des Umsatzes generieren. (s. PARETO-Prinzip) Abstandsvariation Selbstmanagement und Kreativität. Der systematische Wechsel des Abstandes zur (eigenen) Situation schafft neue Lösungswege. Fernglas- und Lupe-Variation sind Beispiele in der Kreativitätstechnik. Nach Günter Kebeck und Manfred Sader eine grundlegende Methodik der Entwicklungswissenschaften. Abwehrmechanismus Tiefenpsychologie. Nach Anna Freud unbewusst wirkende psychologische Instanz (= Frustrationsfolge), die auf ein Ereignis abwehrend durch eine bestimmte (unbewusste) Reaktion zum Ausdruck kommt. Die Aufarbeitung oder Abarbeitung von Konflikten, Ärger, Schuld, Scham, Minderwertigkeit trägt individuelle Züge und kann zur Gewohnheit werden. Sehr unterschiedliche und zahlreiche Darstellung existieren in dem theoretischen Rahmen der Psychoanalyse nach Sigmund Freud. (u.a. Rationalisierung) AC Persönlichkeit und Entwicklung. Das AC oder Assessment Center ist eine Testbatterie, die in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Variationen und Neuerungen hervorgebracht hat. Schwierige Aufgaben sind u.a. der Postkorb (= Zeitmanagement) und die ungesteuerte Gruppendiskussion (= Moderation). Weiterentwicklungen der Methodik betonen stärker das partnerschaftliche Miteinander von Beobachtern und Teilnehmern und die Metareflexion. (s. OEC) Achtzig-zu-Zwanzig-Regel Zeitmanagement und Wirtschaft. Andere Formulierung/Schreibweise des PARETO-Prinzips. (s. PARETO-Prinzip) Ähnlichkeitsfehler Beurteilung und Wahrnehmung. Gegenteil ist Kontrastirrtum. Tendenz, dass BeurteilerInnen oft dazu neigen, an sich selbst beobachtete Merkmale auch bei anderen Personen in gleicher Weise zu unterstellen. Beispiel: „Modelleisenbahner (wie ich) sind eben gewissenhaft.“ (s. soziale Wahrnehmung) Affektualisierung Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Dramatische Darstellung und übertreibende Auseinandersetzung mit Ereignissen und Bedürfnissen. Beispiel: Eine Diskussion in Firma wird sofort als Mobbing bezeichnet. Aggression Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Hier betreffend das motorische oder interpersonale Ausleben, bewusst oder unbewusst, von negativen Gefühlen und Stress. Beispiele: Türen knallen. Prügeln. Aha-Effekt Soziales Lernen. Wissen und Einstellungen und Handeln werden vor allem durch tiefe eigene Einsicht verändert. Vorerfahrungen, dass eine Person die Lösung von 3x3 als 10 für unwiderruflich richtig hält, kann nur selten durch eine verbale Belehrung (innerlich) „bekehrt“ werden. Beraten erfordert das systematische Schaffen von angemessenen Aha-Effekten. (s. OEC) AIDA-Formel Rhetorik und Marketing. Elmo Lewis stellte das Verkaufsgespräch auf die vier Schritte Attention (Aufmerksamkeit erregen), Interest (Interesse wecken), Desire (Wunsch auslösen) und Act (Kaufen). Aliteration Rhetorik und Werbepsychologie. Methode zur wohl klingenden Aufzählung (= Stabreim) bei der Anfangs- oder Endbuchstaben identisch sind wie z.B. „Milch macht müde Männer munter“. Alpen-Methode Selbst- und Zeitmanagement. In 5 Schritten werden Aufwand und Nachkontrolle für Aktivitäten geplant: Grundlage für effektiven Umgang mit Zeit. Angebotsentwurf Unternehmen und Verkauf. Englisch Draft Proposal. Nach Christel Niedereichholz dient der Angebotsentwurf als Diskussionsgrundlage. Keine Verbindlichkeit und keine Vertragsgrundlage. (s. Angebotsformen) Angebotsformen Unternehmen und Verkauf. Nach Christel Niedereichholz sind sechs verschiedene Angebotsformen zu unterscheiden. Je nach Qualität und Quantität von Anfrage und Aufwand sind die entsprechenden Besonderheiten der einzelnen Angebotsformen zu berücksichtigen. Anker-Effekt Werbepsychologie. Spezialfall des Endowment-Effektes. Das Erstgenannte in einem Vergleich wird fester verankert, aktiviert mehr Merkmale und schneidet deshalb im Vergleich mit dem Zweitgenannten unzulässigerweise deutlich besser ab.
Lernen und Arbeiten. Nach D.E. Berlyne sind Neuigkeit, Ungewissheit oder Konflikt, Komplexität und Überraschungsgehalt für unser Lernen und Verändern wesentlich. Einstellungsänderungen und Aha-Effekte werden hauptsächlich durch Anregungen ausgelöst. Für Führungskräfte und Berater unerlässlich das Anregen als Methode zu erlernen. Anspruchsniveau-Setzung Entwicklung und Persönlichkeit. Nach Ferdinand Hoppe das Phänomen, dass die höhere oder niedrigere Setzung des bereits erreichten Anspruchsniveaus bei einer weiteren Aufgabenstellung deutlich zu Über- oder Unterforderung führen kann. Die Kunst der rechten Wahl der nächsten Aufgabenschwierigkeit ist ein zentrales Element der Persönlichkeitsentwicklung. Aufstellungen Kommunikation und Partnerschaft. Von Bert Hellinger und zuvor im Psychodrama angewandte und nun weit verbreitete Methode zur Klärung von sozialen Konstellationen in Teams und Organisationen. Oft können damit Konflikte erhellt und gemindert werden. Das Vorgehen ist in der Fachwelt teilweise umstritten. Autoaggression Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Hier betreffend das motorische oder intrapersonale Ausleben, bewusst oder unbewusst, von negativen Gefühlen und Stress. Gegen die eigene Person gerichtet. Beispiel: Suizidversuch. |
B |
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| Benchmarking
Beratung und Unternehmen. Unternehmensanalyse durch den Vergleich mit anderen Firmen. Zahlreiche Verfahren und Theorien existieren zu den Benchmarks. Beraten Kommunikation. Krone der Kommunikation. Zahlreiche inhaltliche und methodische Varianten. Die Beratbarkeit und Nicht-Beratbarkeit des Ratsuchenden und das indirekte Vorgehen des Ratgebenden sind wichtige Erfolgskriterien und Qualitätsmerkmale einer Beratung. Bestätigungsschreiben Unternehmen und Verkauf. Englisch Confirmation Letter. Nach Christel Niedereichholz die Form eines Angebotes, wo es um einfache, bekannte und weiterführende Aufträge ohne Beschreibung derselben geht. (s. Angebotsformen) Bezugsgruppen-Effekt Persönlichkeit und Team. In Abhängigkeit von der jeweiligen Bezugsgruppe und nicht in Bezug auf die objektive Begabung findet die Selbsteinschätzung statt. Big Five Persönlichkeit. In der Test-Literatur werden damit die nach Paul T. Costa und Robert R. McCrae wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale als Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit erfasst. Es sind dies die Merkmale Extraversion (in etwa: Außengerichtetheit), Neurotizismus (in etwa: emotionale Labilität), Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit für Erfahrungen (in etwa: Veränderungsbereitschaft). Deutsche Version von Peter Borkenau und Fritz Ostendorf. Blinder Fleck Persönlichkeit. Bezeichnet die an uns selbst nicht wahrnehmbaren Persönlichkeitsanteile. Von John Luft und Harry Ingham entwickelt als 2x2-Matrix von „bekannt/unbekannt und mir selbst an mir/anderen an mir“. (s. JOHARI-Fenster) Blitzlicht Moderation. Technik der raschen Meinungseinholung zu einem Aspekt der Stimmung oder des weiteren Vorgehens. BOOLE-Fähigkeit Entwicklung und Kreativität. Von Douglas R. Hofstadter eingeführte Lösungsformel hier in Form eines Akronyms: Beseitige oder orte lähmende Endlosschleifen. (s. Lösung zweiter Ordnung) Bootlegging Mikropolitik und Innovation. Nach den Alkoholschmugglern benanntes Vorgehen, wo gegen die Anweisungen von Führungskräften aus Eigeninitiative Innovationen erprobt werden. Positiv oft als eigenverantwortliches Handeln definiert. Bootstrap-Theory Beratung und Entwicklung. Deutsch: Schuhschleifen-Theorie. Fritjof Capra drückt damit aus, dass alles mit allem zusammenhängt. Ein Schmetterling kann durch Flügelschlag einen Sturm auslösen. (s. Systemisches Denken) Brainstorming Kreativitätstechnik. Spezialfall der Moderationsmethode. Vor allem ist das kontrollierte Vorgehen nach Alex Osborn in der ersten Phase ohne jegliche Wertung charakterisiert. Viele Varianten existieren. (s. Brainwriting) Brainwriting Kreativitätstechnik. Schriftliches Brainstorming. Auch 6-3-5-Methode. Besser eigentlich: 6-3-5-5-Methode, weil 6 Teilnehmer jeweils 3 Ideen notieren und fünfmal die Blätter tauschen und das innerhalb von 5 Minuten. Gut geeignet für Werbung und Marketing, wenn es sich um gering komplexe Sachverhalte handelt. (s. Brainstorming) Briefangebot Unternehmen und Verkauf. Englisch Letter Proposal. Nach Christel Niedereichholz Angebot ohne Anschreiben. Hier müssen die Inhalte kurz erwähnt bzw. dargestellt werden. (s. Angebotsformen) Buridans Esel Metapher. Der Esel von Buridan soll zwischen zwei gleich weit entfernten Heuhaufen verhungert sein, weil er sich nicht für einen der zwei Heuhaufen entscheiden konnte. |
C |
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| Ceiling-Effekt
Entwicklung und Persönlichkeit. Auch Deckeneffekt genannt. Beschreibt, dass beispielsweise gute Lernende in einer Übung bedeutend höheren Zuwachs als sehr gute Lernende erzielen können, da letztere bereits die „Decke“ erreicht haben können. Messmethodik und Übungsart stoßen hier an objektive Grenzen. Das spielt für Leistungsträger und deren Motivation eine zentrale Rolle. CIT Personalmanagement. Critial Incident Technique nach John C. Flanagan. Hilft bei der Ermittlung von Anforderungsprofilen für Assessment Center (AC) und Stellenbeschreibungen. Die Methode erfasst Tätigkeitsmerkmale, die einige Mitarbeiter sehr gut und andere Mitarbeiter sehr schlecht erfüllen. Die Unterschiede in den Merkmalen werden systematisch untersucht und u.a. im AC zur Entscheidung der Aufgabenauswahl herangezogen. |
D |
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| Denkhüte
Kreativitätstechnik. Bewährte Methodik des systematischen Perspektivenwechsels durch sechs verschiedenfarbige Denkhüte (z.B. grüner Hut gleich Realist) nach Edward de Bono. (s. Denkstühle) Denkstühle Kreativitätstechnik. Durch Stuhlwechsel oder/und durch Stuhl-Zuordnung als „Realist“ oder „Pessimist“ muss jeweilige Person zu einem Sachverhalt entsprechend Stellung beziehen. Systematischer Perspektivenwechsel wird erreicht. (s. Denkhüte) Differenzierungseffekt Werbepsychologie. Je mehr und je differenzierter die Merkmale eines Dings angegeben werden, umso verwirrender wird es für den Entscheider, der gewöhnlich nur wenige Merkmale für eine Entscheidung heranzieht. Diskurs Beratung und Rhetorik. Zahlreiche Definitionen in Philosophie und Rhetorik. Hier ist der erörternde (Kurz-) Vortrag mit Gedankenentwicklungen und Definitionsversuchen im Wechsel mit mindestens einem Gegenüber gemeint, der ebenfalls seine Meinung zur Sache vorträgt. Explikativ: zu einer Sache. Normativ: zu Wertbegriffen und Einstellungen. (s. Sokratische Gesprächsführung) Don-Corleone-Prinzip Mikropolitik. Vorleistungen mit Verpflichtung erbringen, Bestechung und Korrumption in wechselseitiger Abhängigkeit: Eine Hand wäscht die andere. |
E |
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| Einstellungsfehler
Beurteilung und Wahrnehmung. Tendenz, dass BeurteilerInnen oft dazu neigen, an sich selbst beobachtete Merkmale bei anderen Personen nicht anzugeben. Auch als Kontrastirrtum bezeichnet. Scherzhaft: Warum können die Anderen nicht so sein wie ich? (s. soziale Wahrnehmung) Einwandbehandlung Verkauf und Verhandlung. Klassische Situation in der Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Auffassungen. Zahlreiche Techniken behandeln dieses Phänomen. Der Einwand muss angemessen akzeptiert werden. Zentral ist die Unterscheidung zwischen Einwand (= objektive Kritik) und Vorwand (= Ausrede). Die Frageform „Gesetzt den Fall, ..“ kann die Unterscheidung herbeiführen. (s. Vorwandbehandlung) Eisenhower-Prinzip Selbst- und Zeitmanagement. Die wichtigen und (noch) nicht dringlichen Dinge betonen. (s. Quadrant II-Manager) Enantiodromie Entwicklung und Philosophie. Nach Heraklit die Bezeichnung für den Pendelschwung. Eine Sache wandelt sich über die Zeit in ihr Gegenteil. (s. Pendelschwung) Endlosschleifen Persönlichkeit. Immer wiederkehrende Verhaltensmuster. Nach Douglas R. Hofstadter sind diese zu erkennen und zu beseitigen. Nach Paul Watzlawick in Form von Lösungen zweiter Ordnung bzw. durch Interpunktion aufzubrechen. Endowment-Effekt Werbepsychologie. Subjektive Verzerrung im Vergleich zweier Dinge zu Gunsten des erstgenannten. Steht im Widerspruch zu ökonomischen Prinzipien. (s. Anker-Effekt) Entwicklungsquadrat Beratung und Entwicklung. Von Friedemann Schulz von Thun weiter entwickeltes Wertequadrat. Wirksame Methode, um sich im Dialog Fehlerquellen zu nähern und Verständnis füreinander zu entwickeln. (s. Wertequadrat) Erster Eindruck Wahrnehmung und Assessment. Vorabeinschätzung, Erfahrungshintergrund und Erwartungshaltung prägen fälschlicherweise bereits bei flüchtigem Kennenlernen einen stabilen ersten Eindruck heraus. (s. Implizite Persönlichkeitstheorie) Erwartungseffekt Soziale Wahrnehmung. Wir nehmen i.a. die Dinge nicht objektiv wahr, sondern so, wie wir sie erwarten. Darum brauchen wir Instrumente zum Ausgleich dieser Schwäche. Existenzanalyse Beratung und Rhetorik. Von Alfried Längle formulierte er die von Viktor Frankl entwickelte Logotherapie bzw. Existenzanalyse in der Methodik aus. Ansatz zur Hilfe bei existenziellen Störungen einer Person. (s. Logotherapie) Extensions-Effekt Werbepsychologie. Nur bei etwa einem Fünftel des Einkaufs wird aktive Informationssuche betrieben. Hier kommt das Streben nach Umweltkontrolle und Integration zum Ausdruck. |
F |
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| 3F-Technik
Verkaufen und Verhandeln. Technik, wo der Verkäufer die Einwandbehandlung des Interessenten durch die Kette der drei Fs realisiert: „Fühlte, fühle fand“ Fachkompetenz Karriere und Assessment. Wesentliche Kompetenz im Bewerbungs- bzw. Arbeitsprozess. Wird oft als notwendige indes nicht hinreichende Voraussetzung für eine Position angesehen. Anteil von ca. 80% Anteil an Kompetenzen. Wird gegenwärtig wieder stärker betont. Andere Kompetenzarten sind Markt-, Methoden-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenz. (s. CIT) Fahrstuhlrede Kommunikation und Rhetorik. Bezeichnung für eine Art von Gelegenheitsrede, bei der der (unangenehm wirkende) Gesprächspartner unausweichlich zum Gespräch auffordert. Fait Accompli Kommunikation und Verhandeln. Vollendete Tatsachen schaffen. Beispiele: Vor der Einladung bereits die Kinokarten kaufen. Vor der Konfliktdiskussion bereits Mangel rasch beheben. Fallunterscheidung Beraten und Verhandlung. Systematische Bedingungsanalyse, oft wird die Dreiteilung best, normal und worst case verwendet. Flow Entwicklung und Persönlichkeit. Das Flow-Erleben wurde von Mihály Csikszentmihályi als das Fließen oder Abtauchen bzw. Aufgehen in eine Tätigkeit untersucht und in der Wissenschaft eingeführt. Es trägt zum Stressabbau und zur Persönlichkeitsentwicklung wirksam bei. (s. unpersönliche Interessen) Formales Angebot Unternehmen und Verkauf. Englisch Final Proposal. Nach Christel Niedereichholz die höchste Form eines Angebotes. Auch hoher Aufwand seitens Gestaltung und Anordnung. Regel wegen Nachahmung beachten: So kurz wie möglich, nur so detailliert wie nötig. (s. Angebotsformen) Frage-Arten Rhetorik und Gesprächsführung. Es gibt zahlreiche Frage-Arten, die insbesondere im Verkauf, beim Führen und in der Beratung zu beachten sind. Die bekannteste Unterscheidung sind offene und geschlossene Fragen, die ein sehr unterschiedliches Antwortverhalten hervorrufen: z.B. „Was halten Sie vom Rauchen?“ und „Rauchen Sie?“. Frei schwebender Gipfel Selbst- und Zeitmanagement. Nach Lawrence Peter der Zustand, wo die eigene Position im Unternehmen (z.B. als Spezialist) unantastbar ist. Freudscher Versprecher Tiefenpsychologie. Nach Sigmund Freud ein (sprachlicher) Versprecher, der ungewollt das wahre Empfinden und Denken des Sprechenden offenbart. Frustration Tiefenpsychologie. Ärger bzw. Enttäuschung durch erzwungenen Verzicht. Abbau durch Abwehrmechanismen. Frustrationstoleranz Persönlichkeit und Assessment. Persönlichkeitsmerkmal, die etwas über den Grad des Ertragens von Widersprüchen aussagt. (s. Persönlichkeitstest) Fünf-Satz-Technik Rhetorik. Beliebter Aufbau der Argumentation in Pro und Contra. Fünf-W-Fragen-Technik Gesprächsführung und Beratung. Gemeint sind die klassischen Fragen WANN WER WO WIE WAS. Oft in Analyse-Situationen zur SOLL-IST-Abweichung und Ursachenanalyse, oft erweitert um Fragen wie WARUM WOMIT WOHER WOHIN usw. |
G |
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| Gewohnheitseffekt
Werbepsychologie. Aus der Erfahrung heraus verinnerlichtes Verhalten wird ohne Reflexion übernommen. Glasdeckenphänomen Arbeit und Unternehmen. Frauen stoßen als Führungskraft oft an eine „gläserne Decke“ (glass ceiling) und können nicht weiter aufsteigen. Gordischer Knoten Metapher. Alexander der Große soll den durch einen kunstvollen Knoten verschlossenen Eingang zum sagenhaften Tempel Gordos mit einem Schwerthieb geöffnet haben. (s. Lösungen zweiter Ordnung) Grid-Modell Assessment und Führung. Von Robert Blake und Jane Mouton entwickeltes „Verhaltensgitter“. Bezeichnet eine 9x9-Matrix von Mitarbeiter- und Leistungsorientierung eines Vorgesetzten. Weit verbreitetes Verfahren zur Diagnostik von Führungsstilen. Gruppen-Stereotype Team und Arbeiten. Gruppenmitglieder bilden allmählich stereotype Wahrnehmungsmuster aus. Zum Beispiel werden andere Gruppen oder gegnerische Führungskräfte als Dummköpfe dargestellt. |
H |
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| Halo-Effekt
Soziale Wahrnehmung. Überstrahlungsfehler. Hier gemeint unzulässigerweise die schlussfolgernde Übertragung von zum Beispiel Schönheit einer Person auf deren Intelligenz. Handeln Persönlichkeit und Entfaltung. Handeln, Tun und Verhalten sind nach Norbert Groeben die drei Grundtätigkeiten des Menschen. Handeln ist aufwändig (da Nachdenken, Zeiteinsatz, Aktivität, Zielbildung usw. notwendig) und wird in der Unternehmensführung als Proaktivität gefördert. Untersuchungen zeigen, dass nur Handeln in unterschiedlich zu bewertenden Facetten Veränderungen bewirkt. Tests versuchen deshalb vor allem handelnde Menschen herauszufiltern. (s. Metareflexion) Harmoniemilieu Soziologie und Marketing. Bezeichnet nach Gerhard Schulze die Menschengruppe, die älter als 40 Jahre ist und eine relativ geringe Bildung aufweist. Ordnung, Sicherheit und Harmonie sind einige Merkmale dieses Milieutyps. (s. Milieu-Typen) |
I |
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| Ideenskizze
Unternehmen und Verkauf. Englisch Think Piece. Nach Christel Niedereichholz die niedrigste Form eines Angebotes. Die Ideenskizze ist abgespeckt und wird bei komplexen Projekten mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit eingesetzt. Ist nicht mit dem Angebotsentwurf zu verwechseln. (s. Angebotsformen) Imitations-Effekt Entwicklung und Soziologie. Nachahmungseffekt. Sogwirkung eines Ereignisses bezogen auf Erleben und Verhalten von Personen. (s. Werther-Effekt) Implizite Persönlichkeitstheorie Entwicklung und Persönlichkeit. Auch naive oder subjektive Theorie. Theorienansatz, der sich mit individuellen Vorannahmen zur Person befasst. Jede Person hat danach ein eigenes psychologisches Konzept im Kopf. Zwangsläufig auftretende Widersprüche werden ignoriert. Beispiel: „Leistungsschwache Schüler sind faul. Leistungsstarke strengen sich an.“ (s. Persönlichkeit) Impulsivitäts-Effekt Werbepsychologie. Stimmung erzeugen und Impulse setzen ohne rationale Begründung schafft günstige Verkaufssituation. (s. Sog-Effekt) Integrationsmilieu Soziologie und Marketing. Bezeichnet nach Gerhard Schulze die Menschengruppe, die i.a. eine mittlere Bildung und ein mittleres Lebensalter aufweist. Nochmals untergliedert bezüglich weiterer Merkmale. Leistung, Gemeinschaft, Freude und Harmonie sind einige Merkmale dieses Milieutyps. (s. Milieu-Typen) Interaktion Team und Lernen. Wechselseitige direkte Beeinflussung (mindestens) zweier Menschen. Beziehung, Bewertung und Übermittlung von Beziehungsmerkmalen sind Kennzeichen der Interaktion. Erziehen, Delegieren, Moderieren sind typische Interaktionen. (s. Kommunikation) Interpunktion Entwicklung und Kreativität. Von Paul Watzlawick die Intervention, um eine echte neue Lösung zu schaffen. Nach Douglas R. Hofstadter symbolisch dann das Zerschneiden einer Endlosschleife. (s. Lösung zweiter Ordnung) Interventionstechniken Rhetorik und Manipulation. Geschickte Gesprächstechniken, um konfrontative Argumentationen abzuwehren. In der Regel sind es Variationen von offenen Fragestellungen. (s. Killerphrase) Inneres Team Kommunikation und Entwicklung. Das Modell von Friedemann Schulz von Thun drückt aus, dass mitunter viele Stimmen in uns selbst auch gegeneinander arbeiten. Das Bewusstmachen meiner eigenen und anderer Neigungen und Aktivitäten kann durch das innere Team hilfreich sein und Klärungen befördern. (s. Metakommunikation) Integrationsstreben Entwicklung und Team. Das Streben des Menschen nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft ist wie das Streben nach Umweltkontrolle elementar. Nicht integrierte oder integrierbare Personen können Störungen entwickeln. (s. Umweltkontrolle) Intellektualisierung Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Verlagerung von unbefriedigten Bedürfnissen in Abstraktionen. Beispiel: Seriöse Diskussion über das Tantra-Ritual als sexuellen Ritus. Introjektion Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Unbewusste Übernahme anderer Verhaltensweisen. Beispiel: Kleidungsstücke wie ein bestimmter Filmstar werden getragen. Involvement-Effekt Werbepsychologie. Oft interpretiert als Selbstverliebtheit von Unternehmen in ihre Produkte: sie überschätzen oft die Wirkung ihrer scheinbar einzigartigen Produktmerkmale auf den Kunden. Mitnahme-Effekte spielen beim Kunden eine größere Rolle. |
J |
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| JOHARI-Fenster
Persönlichkeit. Bezeichnet die Matrix, die zur Ableitung des blinden Fleckes führte. Von den Namen der beiden Entwickler John Luft und Harry Ingham abgeleitet als 2x2-Matrix von „bekannt/unbekannt und mir selbst an mir/anderen an mir“. (s. Blinder Fleck) |
K |
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| Kartenabfrage
Moderation. Methode der Visualisierung von Sachverhalten, in dem z.B. je ein Lösungsvorschlag für ein Problem auf je eine Karte notiert und für alle Anwesenden sichtbar angeheftet wird. (s. Punktabfrage) Kaufmotivationsanalyse Beratung und Marketing. Motivforschung zu Kauf bzw. Nichtkaufentscheidung von Kunden. Killerphrase Rhetorik und Manipulation. Gesprächstechnik, um die Argumente des Gegenübers abzuwehren und zu zerstören. Als Intervention sind offene Fragen hilfreich: z.B. „Das haben wir schon mal versucht und das geht einfach so nicht.“ Intervention: „Das ist wichtig für uns zu wissen, was genau ging damals nicht?“ (s. Interventionstechniken) Kohäsion Mikropolitik und Team. Zusammenhalt einer Gruppe, der durch konkrete vielfältige Faktoren positiv wie negativ beeinflusst wird. Es kann zum Beispiel falscher Gruppenstolz (= Groupthink) entstehen. Kollusion Mikropolitik und Partnerschaft. Nach Jürg Willi unbewusstes Miteinander zweier oder mehrerer Personen, was sich auf den ersten Blick hervorragend ergänzt und später auf den zweiten Blick durch nicht-intendierte Handlungsfolgen oder unbefriedigte Bedürfnisse Frustrationen auslöst. Kommunikation Team und Lernen. Im Gegensatz zur Interaktion bezieht sich die Kommunikation im Wesentlichen auf die Inhalte und Botschaften des Miteinanders von Menschen. Es existieren zahlreiche und heterogene Modelle. Am bekanntesten sind das Sender-Empfänger-Modell und das Modell nach Schulz von Thun (Vier Seiten einer Nachrichten – oder einfach das Nachrichtenquadrat). Der kommunikative Hauptkonflikt liegt zwischen dem Sagen und Meinen. (s. Interaktion) Kommunikationsanalyse Soziologie und Unternehmen. In der Sozialpsychologie auch als Methode des Soziogramms in gewisser Modifikation bekannt. Erfasst, analysiert das Ausmaß und den Grad der Beziehungen zwischen Einzelnen und Gruppen. Störungen zwischen Abteilungen können so erkannt und mit anderen Methoden behoben werden. (s. Soziogramm) Komplexitätsreduktion Lernen und Arbeiten. Nach Friedhart Klix und Gerhard Schulze eine zentrale Größe, die über Innovation und Fähigkeit zur Kreation beim Menschen und in sozialen Strukturen entscheidet. Komplexitätsentfaltung spielt derzeit vorwiegend in synergetischen Prozessen eine Rolle. Konformitätsdruck Persönlichkeit. Beschreibt den oft nicht nachweisbaren Drang, sich freiwillig Autoritäten oder Gruppen unterzuordnen. In zahlreichen Experimenten eindrucksvoll nachgewiesen. Kontaktpunkt-Analyse Beratung und Unternehmen. Als „Momente der Wahrheit“ Methodik zur Messung der Dienstleistungsqualität. Betrifft unterschiedliche Elemente des Kundenkontaktes und die erlebte Qualitäts aus der Sicht des Kunden. Kontrastirrtum Beurteilung und Wahrnehmung. Gegenteil ist Ähnlichkeitsfehler. Tendenz, dass BeurteilerInnen oft dazu neigen, an sich selbst beobachtete Merkmale bei anderen Personen nicht anzugeben. Beispiel: Ein Raser zum Beifahrer: „Die vielen Raser hier müssten alle den Führerschein abgeben.“ (s. soziale Wahrnehmung) Kontrast-Relation Phänomen Beurteilung und Wahrnehmung. Innerhalb einer spontan gegebenen Gruppe werden Beziehungen in Abhängigkeit von den eigenen Merkmalen und Interessen unterschiedlich verteilt. Beispiel: Schöne Menschen erhalten mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung. (s. soziale Wahrnehmung) Krüger-Zietz-Phänomen Personwahrnehmung. Nachweis der Selbsttäuschung über eigene Eigenschaften und Fähigkeiten. Die pseudowissenschaftliche Formulierung von Gutachten im sprachlich vagen „astrologischen“ Stil verführt zur selektiven Wahrnehmung der positiven Seiten der eigenen Person. Kundenspezifisches Angebot Unternehmen und Verkauf. Nach Christel Niedereichholz gibt es vorwiegend im öffentlichen Bereich zahlreiche formale Vorgaben für das Verfassen eines Angebotes. Selbst wenn dieselben nicht schlüssig erscheinen, ist es empfehlenswert, sich daran zu halten. (s. Angebotsformen) |
L |
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| Lead User
Marketing und Unternehmen. Wichtige Kunden, mit denen gemeinsam deren Produkte verbessert werden. Lebenszyklus Beratung und Unternehmen. Beschreibt Entstehung, Wachstum, Reife und Alter eines Produktes und wird über Wettbewerbspositionierung und Marktwachstum gesteuert. (s. Portfolio-Analyse) Limitations-Effekt Werbepsychologie. Anwendung von Vorerfahrungen auf Unbekanntes. Es werden Barrieren zum Umgang mit Neuen aufgebaut. (s. Vertrautheitseffekt) Lösung erster Ordnung Innovation und Kreativität. Nach Paul Watzlawick ein Vorgehen bei dem die (einfache) Lösung für eine Problemstellung zur Erledigung ausreicht. Oft muss die zweite Ordnung entwickelt werden. (s. BOOLE-Fähigkeit) Lösung zweiter Ordnung Innovation und Kreativität. Nach Paul Watzlawick ein Vorgehen bei dem die (einfache) Lösung selbst zum Problem wird und das Lösungsvorgehen innovativ verändert werden muss wie zum Beispiel beim „Ei des Kolumbus“. (s. BOOLE-Fähigkeit) Logik-Fehler Beurteilung und Wahrnehmung. Tendenz der BeurteilerInnen, scheinbar (psycho-)logisch zusammengehörige Merkmale ähnliche Wertungen abzugeben. Beispiel: „Dicke sind gemütlich.“ (s. soziale Wahrnehmung) Logotherapie Beratung und Rhetorik. Nach Viktor Frankl eine spezielle (klinische) Beratungsform, die die Suche nach dem Sinn in den Mittelpunkt stellt. Als Existenzanalyse betont die Logotherapie verschiedene Facetten dieser Sinnsuche. (s. Existenzanalyse) LOT-Prinzip Beraten. LOT – lösungsorientierte Beratung. Spezielle rasch wirkende Beratungstechnik, die nicht vergangenheitsbezogen sondern lösungs- und damit zukunftsorientiert ausgerichtet ist. |
M |
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| Marktattraktivität
Beratung und Unternehmen. Im klassischen (Portfolio-)Ansatz werden die Dimensionen Marktattraktivität und relative Wettbewerbsvorteile in einer 3x3-Matrix erfasst und ergeben gekoppelt mit dem SOLL-IST-Vergleich Handlungsempfehlungen. Zentrale Methode zur Wettbewerbspositionierung. (s. Portfolio-Analyse) Marktkompetenz Karriere und Assessment. Wesentliche Kompetenz im Bewerbungs- bzw. Arbeitsprozess, wenn es vor allem um F & E, Marketing und Vertrieb geht. Die Auseinandersetzung mit innovativer Produktentwicklung und aktuellem Marktgeschehen kennzeichnen diese Kompetenz. Matthäuseffekt Mikropolitik. Zirkel des Ressourcen-, Prestige- und Machtzuwachs: „Wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird, was er auch hat, genommen werden.“ Mediation Entwicklung und Team. Sonderform der Moderation. Zahlreiche Ansätze existieren u.a. von Juristen und Psychologen. Zunehmend außergerichtliche weil preiswertere Variante der Konfliktklärung bzw. Streitschlichtung nach bestimmten methodischen Vorgaben. Mehr desselben Entwicklung und Persönlichkeit. Nach Paul Watzlawick der Versuch, ein Problem durch bisherige gleichartige jedoch verstärkte Anstrengungen (vergeblich) zu lösen. Eine Eskalation oder auch ein Pendelschwung ist damit vorgezeichnet. (s. Lösung zweiter Ordnung) Metakommunikation Kommunikation und Partnerschaft. Die hohe Schule des Lebens. Eine spezielle Art von Moderation. Es ist die Kommunikation über die Kommunikation. Der Umgang mit dem Partner wird thematisiert und so können Störungen beseitigt oder minimiert werden. Zahlreiche Partnerschaften scheitern an fehlender Metakommunikation. (s. Moderation) Metapher Rhetorik. Die Metaphern sind bildliche Ausdrücke oder treffende Gleichnisse in Kurzform, die sehr wirksam und überzeugend in Argumentationen Verwendung finden. Zum Beispiel „Nägel mit Köpfen machen“. Metaplantechnik Moderation. Älterer Begriff im weitesten Sinne für alle Aspekte der Moderationstechnik. (s. Moderation) Metareflexion Persönlichkeit und Selbstmanagement. Die Reflexion über die eigene Reflexion (z.B. das Nachlesen und Nachdenken über eigene Tagebuchaufzeichnungen wie es Bernhard Sieland beschreibt) befördert Handeln und damit Veränderung. Unsere eigenen Untersuchungen und unsere spezielle Seminargestaltung im OEC zeigen, dass Veränderungswillige und Veränderungskompetente im Gegensatz zu Nichthandelnden deutlich Metareflexionen anwenden. (s. Handeln) Methodenkompetenz Karriere und Assessment. Damit werden i.a. die Arbeitstechniken in Projekt- und Zeitmanagement sowie des Problemlösens bezeichnet. Mikropolitik Karriere und Organisation. In der Literatur oft als operative Politik verstanden, die entweder gegen Unternehmensziele oder/und gegen gebilligte Mittel zur Umsetzung der Unternehmensziele vorgeht. Es gibt Angaben, die meinen, dass mancher Manager 50% seiner Zeit für die Organisation von Mikropolitik (zum Beispiel Intrigen) benötigt. Milde-Effekt Beurteilung und Wahrnehmung. Gegenteil Strenge-Fehler. Tendenz, dass BeurteilerInnen oft eine zu gute Beurteilung abgeben. Beispiel: „Die Kandidatin hatte eine lange Anfahrt.“ (s. soziale Wahrnehmung) Milieu-Typen Soziologie und Marketing. Nach Gerhard Schulze existieren in Deutschland fünf Gruppen von Menschen, die nicht in jedem Fall eindeutig zu differenzieren sind. Nützlich für die Zielgruppenbestimmung im Marketing. Weitere zahlreiche Typologien von Konsumenten, Wahlbürgern usw. existieren. (s. Niveaumilieu) Mindmapping Kreativitätstechnik und Selbstmanagement. Eine Methode, die rasch ein Problem zu visualisieren hilft und damit Komplexitätsreduktion schafft. Eine Vielfalt von unterschiedlicher Software steht zur Verfügung. Minenhund Mikropolitik. Methodik, um sich bei Widerstand davon zu distanzieren und mit Dementis zu arbeiten. Minenhund losschicken. Mitten-Effekt Beurteilung und Wahrnehmung. Tendenz, dass BeobachterInnen dazu neigen, extreme Urteile zu vermeiden. Beispiel: „Extrem schlecht war der Kandidat nicht, nur ein bisschen vielleicht.“ (s. soziale Wahrnehmung) Mobbing Persönlichkeit und Team. Die 45 Stufen der Mobbinghandlungen nach H. Leymann zeigen die Zerstörung einer Persönlichkeit auf, was die Verletzung der Umweltkontrolle und die fehlende Integration zum Ausdruck bringt. Moderation Kreativitätstechnik und Kommunikation. Grundlage der ergebnisorientierten neutralen Lenkung von Gesprächen und Diskussionen jeder Art wie Mediation, Supervision, Brainstorming usw. Ist in Beruf und Partnerschaft auch in Form der Metakommunikation wesentlich. Unbefriedigende Meetings scheitern allzuoft an der geringen Kompetenz ungeschulter Moderatoren. (s. Metakommunikation) Moralitätseffekt Werbepsychologie. Ethische Leitlinien wirken beim Kunden stärker als zumeist angenommen. Murphys Gesetz Entwicklung. Eine mittlerweile umfassende Sammlung von witzigen Fast-Wahrheiten und Persiflagen. Zurückgeführt wird es auf den Ingenieur Edward A. Murphy jr., der sinngemäß formuliert hat: Was schief gehen kann, wird auch schief gehen. Nicht zu verwechseln mit Dr. Joseph Murphy, der sich mit Selbstentwicklung befasst hat und zahlreiche Bücher schrieb. (s. nicht-intendierte Handlungsfolgen) |
N |
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| Nachrichten-Quadrat
Kommunikation und Interaktion. Nach Friedemann Schulz von Thun umgangssprachlich bezeichnetes Modell der „Vier Seiten einer Nachricht“, weil jede Botschaft aus vier Elemente besteht, die Thun grafisch als Quadrat anordnet; obwohl es streng genommen durch die verschiedene Anteile der vier Elemente in unterschiedlichen Interaktionen zu eher rechteckigen, trapezförmigen u.a. geometrischen Formen führt. (s. Vier Seiten einer Nachricht) Nähe-Fehler Beurteilung und Wahrnehmung. Tendenz, dass BeurteilerInnen oft dazu neigen, näher auf einer Beobachtungsliste beieinander stehende Merkmale bzw. zeitlich näher abzugebenden Urteile als ähnlich zu auszuweisen. Beispiel: „Der Meier war nicht schlechter als jetzt der Müller.“ (s. soziale Wahrnehmung) Nicht-Beratbarkeit Persönlichkeit. Nach Georg Dietrich sind Veränderungskompetenz und Veränderungswille Voraussetzung für Veränderung, für Lernen, für Einstellungsänderung. Sind Kompetenz oder Wille nicht ausgeprägt, misslingt die Entwicklung des Anderen. Damit ist in solch einem Fall nicht die Veränderung selbst sondern die Entwicklung zur Veränderung einzuleiten. Nicht-intendierte Handlungsfolgen Entwicklung. Beim Handeln bleibt stets ein „irrationaler Rest“ unaufklärbar. Daraus können unbeabsichtigte Nebenwirkungen folgen, die besonders durch Frühwarnsignale und Abbruchkriterien eingebracht werden können. (s. Murphys Gesetz) NLP Rhetorik und Manipulation. Neurolinguistisches Programmieren. Von Richard Bandler und John Grinder entwickelte komplexe Kommunikationsform, die trotz Erfolge nach wie vor als umstritten gilt. Es werden u.a. verschiedene Typen von Menschen definiert, die in „unterschiedlichen“ Sprachmustern angesprochen und gespiegelt werden. Niveaumilieu Soziologie und Marketing. Bezeichnet nach Gerhard Schulze die Menschengruppe, die älter als 40 Jahre ist und eine hohe Bildung aufweisen. Leistung, Perfektion, Reflexivität und Qualität sind einige Merkmale dieses Milieutyps. (s. Milieu-Typen) Nutzwertanalyse Entscheidungsfindung und Kreativitätstechnik. In der Beratung eine einfache und schnelle Methode, um zwischen mehreren gleichwertigen Alternativen die günstigste zu ermitteln. „Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.“ |
O |
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| OC
Persönlichkeit. Eine neue Variante des AC. Die Teilnehmer werden zu ihren eigenen Beobachtern. So wird das Merkmal der sozialen Anpassung vermindert. Vor allem in der Personalentwicklung günstig einzusetzen. (s. AC) OEC Persönlichkeit. Das Orientierungs- und Entwicklungscenter als Seminar ist eine neue Variante des OC und es geht weit darüber hinaus. Neben der partnerschaftlichen Orientierung (Wo stehe ich eigentlich?) der 3 bis 6 Teilnehmer an dem zweitägigen Seminar kommt die Entwicklung (Was will ich selbst hier und jetzt verändern?) der Teilnehmer hinzu. Wir führen regelmäßig OEC durch. (s. Handeln) Operationalisierung Wahrnehmung und Assessment. Messbarmachung eines Persönlichkeitsmerkmals nach vorgegebenen wissenschaftlichen Kriterien. Im Allgemeinen nur in Näherungen zu erreichen. Die Gültigkeit (Validität) eines Verfahrens überprüft in der Praxis die Genauigkeit der Messung und damit deren Aussagekraft. Opinion Leader Marketing und Marktforschung. Wichtige (Privat-)Kunden, die in ihrer Umgebung gefragte Ratgeber bei Produktkauf und Service sind. |
P |
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| Paradoxe Intention
Beratung und Rhetorik. Nach Viktor Frankl ein spezieller (klinischer) Beratungseingriff, die genau das zu vermeidende Verhalten abfordert. Beispiel: Rot werden während Vortrags bewusst anstreben. (s. Existenzanalyse) Paradoxe Kommunikation Beratung und Kommunikation. Nach Paul Watzlawick tritt die paradoxe Kommunikation regelmäßig in krank machenden Beziehungen auf: man kann es dem Anderen einfach nicht recht machen. Beispiel: Frau schenkt Ehemann zwei Pullover, einen blauen und einen grünen. ER zieht sofort am nächsten Tag den blauen Pullover an und die Ehefrau fragt ihn: „Ach, gefällt dir der andere nicht?“ (s. BOOLE-Fähigkeit) Paraphrasieren Rhetorik und Gesprächsführung. Gesprächstechnik des Wiederholens des Gehörten mit eigenen Worten, um die Differenz zwischen Sagen und Meinen zu reduzieren: z.B. „Habe ich Sie richtig verstanden, dass ....?“. PARETO-Prinzip Zeitmanagement und Wirtschaft. Benannt nach Vilfredo Pareto, der die 20:80 – Regel aufstellte: danach waren in den Händen der 20% wohlhabendsten italienischen Familien um 1896 80% des Vermögens. Übertragen in zahlreiche andere Bereiche wie ins Zeitmanagement: in 20% der Meetingzeit werden 80% der wichtigen Entscheidungen getroffen. (s. 20:80-Regel) Pendelschwung Entwicklung und Philosophie. Nach Heraklit auch Enantiodromie. Eine Sache wandelt sich über die Zeit in ihr Gegenteil. (s. Mehr desselben) Perfektion Rhetorik und Manipulation. Gesprächstechnik, um das Auftreten bzw. die Argumentation des Gegenübers zu diskreditieren: z.B. „Können Sie diese Produktqualität und Liefertreue absolut garantieren?“. Persönlichkeit Persönlichkeit und Philosophie. Es gibt weit über 40 wissenschaftliche Auffassungen zur Persönlichkeit. Der Menschheitstraum, die vollständige Analyse und Erfassung eines Menschen, wird vermutlich nicht gelingen. Allein weil für eine Untersuchung aus psychologischer Sicht nach Franz Breuer mindestens sieben Perspektiven Berücksichtigung finden müssten. Das ist praktisch gegenwärtig unmöglich. Persönlichkeitskompetenz Karriere und Assessment. Auch Individualkompetenz. Umschreibt zumeist das ganzheitliche Auftreten und Wirken der Persönlichkeit, wie es z.B. bei den Big Five zum Ausdruck kommt. Ausstrahlung kann trainiert werden. (s OEC) Persönlichkeitstest Persönlichkeit und Assessment. Umfasst bestimmte Aufgabengruppen, um Persönlichkeitsmerkmale zu messen. Ihr Einsatz ist umstritten. Die Gültigkeit von Persönlichkeitstests ist relativ gering und deshalb existieren kontroverse Diskussionen wie zu den BIG FIVE. Durch den Einsatz zusätzlicher und anderer Verfahren wie AC oder OEC gibt es sehr unterschiedliche Verbesserungen. (s. Persönlichkeit) Perspektivenwechsel Selbstmanagement und Kreativität. Der systematische Wechsel der Perspektive auf die (eigene) Situation schafft neue Lösungswege. Frosch- und Vogelperspektive sind Beispiele in der Kreativitätstechnik. Nach Günter Kebeck und Manfred Sader eine grundlegende Methodik der Entwicklungswissenschaften. Picking-Effekt Werbepsychologie. Es wird zunächst spontan etwas gekauft und hinterher „vernünftig“ begründet. (s. Überbau-Effekt) PIMS-Programm Beratung und Unternehmen. Unternehmensanalyse zur Wirkung von Marktstrategien auf den Gewinn (Profit Impact of Market Strategies). Der Erfolg ist danach von einer geringen Anzahl von strategischen Geschäftseinheiten abhängig. Placebo-Effekt Wahrnehmung. Ein erwarteter Effekt tritt subjektiv ein, obwohl dieser objektiv nicht vorhanden ist. Typisch in der Pharmazie die Kontrastgruppenbildung mit echtem Wirkstoff und ohne Wirkstoff. Dabei kann der Placebo-Wirkstoff ähnliche Wirkungen wie der echte Wirkstoff hervorrufen. Portfolio-Analyse Beratung und Marketing. Im klassischen (Produkt-Lebenszyklus-)Ansatz werden die Dimensionen Marktwachstum und relativer Marktanteil in einer 2x2-Matrix erfasst und ergeben vier Arten von Produkten: Nachwuchsprodukte oder „Fragezeichen“, Stars, Cash Cows und Problemprodukte oder „Sorgenkinder“. (s. Marktattraktivität) Primacy-Effekt Wahrnehmung. Nach S. E. Asch schneidet in einer Reihe von zu behaltenen Details der Beginn dieser Reihe in der Wiedergabe am besten ab. Probebohrungen Mikropolitik. Methodik, um sich bei Widerstand davon zu distanzieren und mit Dementis zu arbeiten. Probebohrungen vornehmen. Projektion Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Eigene Bedürfnisse werden anderen Personen zugeschrieben. Beispiel: Begleitung einer Person in die Kneipe, weil diese Person das will und sonst nicht eine bestimmte Hilfe leisten würde. Punktabfrage Moderation. Vergabe von einer bestimmten Anzahl von Punkten für die Auswahl verschiedener erarbeiteter Alternativen. (s. Kartenabfrage) Pygmalion-Effekt Entwicklung und Persönlichkeit. Gemeint ist, die Schaffung eines Menschen nach eigenem Bilde. Oft tritt bei solchen Bestrebungen Wahrnehmungsverzerrung auf. |
Q |
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| Quadrant II-Manager
Selbst- und Zeitmanagement. Nach Stephen Covey die Ursache für Zeitnot vieler Manager. Statt das Wichtige (nicht Dringliche) vorher zu planen und vorzubereiten, wird immer wieder das Dringliche bearbeitet – der Effekt ist nach Eisenhower benannt worden. (s. Eisenhower-Prinzip) |
R |
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| Rationalisierung
Persönlichkeit und Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Scheinbar vernünftiges Begründen eigener Fehler oder Fehlhandlungen. Über Einstellungsänderung vergleichsweise schwer zu verändern. Oft auch als externale Kausalattribution in der Literatur zu finden. Karriere und Lebensalter wirken oft verstärkend. Aufbrechen des Musters oft nur in speziellen Seminaren wie im OEC veränderbar. Volksmund: Ein schlechter Handwerker schimpft immer auf sein Werkzeug. Reaktanz Persönlichkeit. Trotz. Das Gegenteil von dem Erwarteten zu tun. Recency-Effekt Wahrnehmung. In eine Reihe von zu behaltenen Details schneidet das Ende dieser Reihe in der Wiedergabe besser als alle mittleren Elemente dieser Reihe ab. Reflexions-Effekt Werbepsychologie. Schädlichkeit des eigenen Nachdenkens, was dann von den Meinungen der Experten stark abweichen kann. Regression Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Es erfolgt eine unbewusste Rückentwicklung auf eine frühere Entwicklungsstufe. Beispiel: Person versteckt sich unter Bettdecke nach Misserfolg. Regressive Abstraktion Beratung und Rhetorik. Angewandte spezielle Gesprächstechnik in der Sokratischen Gesprächsführung. Im explikativen oder normativen Diskurs werden positive und negative Eigenschaften oder Gründe gesammelt und zusammengetragen und schrittweise partnerschaftlich reduziert. Eine grundlegende und komplexe Methodik für eine mögliche Einstellungsänderung. (s. Diskurs) Rollenambiguität Wahrnehmung und Assessment. Auch vereinfacht Rollenzerrissenheit einer Person. Beispiel: die Frau als Mutter, Geliebte, Angestellte, Kraftfahrerin, Erzieherin, Wäscherin, Büglerin, Gärtnerin usw. (s. Persönlichkeitstest) Rollenselektion Wahrnehmung und Assessment. Das Wissen der Versuchspersonen über ihre Mitwirkung verändert in dem Moment des Bewusstwerden dieser Beobachtung deren Auftreten. Beispiel: Soziale Erwünschtheit. (s. Persönlichkeitstest) Rumpelstilzchen-Effekt Mikropolitik. Offenlegung des offenen Geheimnisses ist viel von der Kraft des Sachverhaltes verschwunden. |
S |
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| 7-S-Modell
Beratung und Unternehmen. Unternehmensanalyse über Struktur, Systeme, Stil, Stammpersonal, Spezialkenntnisse und Strategie. Oft als Soft Factors der Unternehmensanalyse bezeichnet. Löste eine neue Qualität hin zur Kundenorientierung aus. Salami-Taktik Verhandeln. Schritt für Schritt, scheibchenweise, vorgehen. Schwarz-Weiß-Malerei Beurteilung und Wahrnehmung. Gegenteil vom Mitteneffekt. Die Tendenz, gehäuft Extremurteile abzugeben. (s. soziale Wahrnehmung) Selbstverwirklichungsmilieu Soziologie und Marketing. Bezeichnet nach Gerhard Schulze die Menschengruppe, die jünger als 40 Jahre ist und eine mittlere bis hohe Bildung aufweist. Innovativität, Abenteuer und Ästhetik sind einige Merkmale dieses Milieutyps. (s. Milieu-Typen) Selbstzensur der Gruppe Team und Führung. Gruppenmitglieder passen sich der Gruppenmeinung bzw. dem Gruppendruck an. Es werden notwendige negative Gruppendiskussionen durch Peerdruck und Groupthink vermieden. Sich selbst erfüllende Prophezeiungen Lernen und Arbeiten. Erwartungen und Einstellungen bestimmen stark unser Denken und Handeln. Wenn wir unsicher sind und zum Beispiel einen negativen Ausgang der Situation erwarten, werden wir dies selektiv tatsächlich so unbefriedigend wahrnehmen. Slack Mikropolitik. Verhandlungsmasse beim Kuhhandel. Sog-Effekt Wirtschaft und Entwicklung. Stimmungen schaffen erzeugt nachahmende Wirkungen u.a. durch die indirekte Zuschreibung von positiven Erfahrungen anderer auf die eigenen Potenzen oder Clusterbildung von Unternehmen, die in eine Region angezogen werden. (s. Imitationseffekt) Sokratische Gesprächsführung Beratung und Rhetorik. In Philosophie und Psychotherapie angewandte Gesprächsführung nach bestimmten Regeln insbesondere zu zentralen Lebenswerten. Das Vorgehen setzt wie jedes Verfahren bestimmte Merkmale bei Rat Suchenden und Rat Gebenden voraus. Die Veränderungsbereitschaft und –kompetenz (= hier insbesondere Reflexivität in hohem Maße beim Rat Suchenden) und seitens des Rat Gebenden hohe Vertrautheit mit Teilverfahren wie die regressive Abstraktion. (s. regressive Abstraktion) Soziale Erwünschtheit Persönlichkeit und Assessment. Englisch Social Desirability. Widersprüchlich diskutiertes Persönlichkeitsmerkmal, dass vor allem in Tests und AC wirkt. Verringert werden kann es günstig, wenn Reflexionen (wie im OC und OEC) oder indirektes Beobachten (Placebo- und ähnliche Anordnungen) in der Methodik eine Rolle spielen. (s. Persönlichkeitstest) Soziale Wahrnehmung Persönlichkeit und Wahrnehmung. In der Psychologie werden darunter zahlreiche Effekte zusammengefasst, die, das PSYCHISCHE und nicht das LOGISCHE betonen. Bedingt Konflikte und Fehlleistungen. Scherzhaft wird danach die Psychologie als die Lehre von der Einbildung bezeichnet. (s. Metakommunikation) Sozialkompetenz Karriere und Assessment. Oft mit Soft Skills umschrieben. Grundlegend kann hier die Fähigkeit zum Moderieren (z.B. Unterbrechen, Widersprechen, Präsentieren, Fünfsatztechnik, Gelegenheitsrede, Visualisierung, Hinterfragen) als Kernstück bezeichnet werden. (s. OEC) Soziogramm Soziologie und Gruppe. Auch als Kommunikationsanalyse in Modifikationen bekannt. Klassische Fragen für die anschließende Analyse an die Gruppenmitglieder: „Mit wem arbeitest Du gerne zusammen?“ Mathematische Modelle und weiterführende Methoden minimieren Teamstörungen. Spiegeln Rhetorik und Gesprächsführung. Körpersprachliches Einstellen auf das Gegenüber und/oder Gesprächstechnik des emotionalen Eingehens auf das Gegenüber, um das partnerschaftliche Verstehen zu verstärken: z.B. „Oh, das tut mir leid, was Sie .....“. Strenge-Fehler Beurteilung und Wahrnehmung. Gegenteil Milde-Effekt. Tendenz, dass BeurteilerInnen eine zu harte Beurteilung abgeben. Beispiel: „Gerade auf den kleinen Punkt kommt es eben an, da nützt alles nichts.“ (s. soziale Wahrnehmung) Strohmann Rhetorik und Manipulation. Gesprächstechnik, um das Gegenüber u.a. durch das gleichzeitige Senden zweier gegensätzlicher Botschaften herauszufordern: z.B. (in einem Interview über Nichtraucherschutz)„Sie rauchen ja täglich im Bundestag eine ganze Schachtel, doch was mich interessiert: wie wollen Sie eigentlich in Ihrem überall diskutierten Konflikt mit dem Minister X jetzt weiter vorgehen?“. Sublimierung Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Nicht erfüllte Wünsche werden durch höherwertige Ersatzhandlungen befriedigt. Beispiele: Opernbesuch, Workaholic. Supervision Entwicklung und Team. Sonderform der Moderation. Zahlreiche divergierende Ansätze über Inhalte, Methodik und Ziele existieren. Zunehmend in der Wirtschaft von Bedeutung. Ein zentrales Element ist die Gruppenreflexion über Verbesserungsmöglichkeiten in konkreten Situationen. SWOT-Analyse Beratung und Entwicklung. Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken-Analyse. Abstandsvariation und Perspektivenwechsel werden für Menschen, Unternehmen oder Produkte sinnvoll angewandt. Symbolische Analogie Kreativitätstechnik und Beratung. Methodischer Schritt im Rahmen der Synektik. Produziert einen logischen Widerspruch, dessen Lösungsvarianten schaffen innovative Entwicklungen. Beispiel Fliegen: Vögel haben bewegliche Flügel, Menschen brauchen „starre Flügel“ – das brachte den Erfolg. Systemisches Denken Beratung und Entwicklung. Sehr komplexes Gebilde unterschiedlicher Ansätze in vielen Wissenschaftsdisziplinen zur Ganzheitlichkeit des Elementes mit dem Ganzen. Die Klärung des Konfliktes innerhalb einer Interaktion „Wer hat angefangen?“ wird nicht mehr gestellt, weil es keinen Anfang und kein Ende gibt. Zum Beispiel durch Interpunktion lösbar. (s. Bootstrap-Theory) |
T |
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| Thermometer
Moderation. Technik zur Erfassung des gegenwärtigen Teamklimas bzw. der gegenwärtigen Zielannäherung in der Diskussion. Tüchtigkeits-Beliebtheits-Dilemma Team und Entwicklung. In Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Tüchtigen selten die Beliebten sind und umgekehrt. |
U |
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| Überbau-Effekt
Werbepsychologie. Für die Bevorzugung einer Sache wird zuvor oder danach der Kauf irrational begründet. (s. Picking-Effekt) Umweltkontrolle Persönlichkeit und Entwicklung. In sehr unterschiedlichen Untersuchungen war die Kontrolle der eigenen Umwelt (Erwartungen, Befürchtungen, Einstellungen, Ungewissheit usw.) als elementar erkannt worden. Die bewusste Zerstörung der (persönlichen) Umwelt führt i.a. zu Unsicherheit und zu Angst. Integrationsstreben und Umweltkontrolle sind zentrale psychologische Gesetzlichkeiten. (s. Integrationsstreben) Unpersönliche Interessen Entwicklung und Persönlichkeit. Bertrand Russell hat diesen Begriff in seinem Buch über das Glück benutzt, um aufzuzeigen, dass wir vereinfacht formuliert Hobbys gleich welcher Art zum Leben brauchen. (s. Flow) USP Marketing. Unique Selling Proposition: hervorstechendes Produkt- oder Service-Merkmal als Einzigartigkeit in Vergleich zu den Mitbewerbern. Grundfrage: Was hat X, was ich nicht habe? Unterhaltungsmilieu Soziologie und Marketing. Auch Spannungsmilieu. Bezeichnet nach Gerhard Schulze die Menschengruppe, die jünger als 40 Jahre ist und eine niedrige Bildung aufweist. Freude, Abenteuer und Gemeinschaft sind einige Merkmale dieses Milieutyps. (s. Milieu-Typen) |
V |
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| Verallgemeinerungsfehler
Beurteilung und Wahrnehmung. Der oftmals falsche Schluss, dass konkrete Beobachtungen die Tendenz besitzen, als allgemeingültig formuliert zu werden. (s. soziale Wahrnehmung) Verdrängung Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Unerwünschte Gefühle von Schuld oder Minderwertigkeit werden unterdrückt und kommen gegebenenfalls in Ersatzhandlungen zum Tragen. Beispiel: Offensichtliche Krise in Beziehung wird sich in Magenschmerzen äußern. Vereinfachungsfehler Beurteilung und Wahrnehmung. Durch notwendige Reduktionen des Beobachtungsmaterials in der Beuteilung die Tendenz, dass BeurteilerInnen oft dazu neigen, Angaben zusätzlich zu verkürzen für eine geschlossene Darstellung. (s. soziale Wahrnehmung) Verleugnung Tiefenpsychologie. Abwehrmechanismus. Abstreiten von Realität, da Wahrheit zerstörerisch wirken kann. Beispiel: Offensichtliche Krise in Beziehung wird verneint und eine entsprechende Diskussion wird abgelehnt. Verschiebung Tiefenpsychologie.Abwehrmechanismus.Übertragung von Gefühlen von der eigentlichen betroffenen Person auf Dritte. Beispiel: Wut auf Chef wird durch Ohrfeige des eigenen Kindes abgebaut und verschoben. Versuchsballon Mikropolitik. Methodik, um sich bei Widerstand davon zu distanzieren und mit Dementis zu arbeiten. Versuchsballone steigen lassen. Versuchspersonen-Effekt Wahrnehmung und Assessment. Das Wissen der Versuchspersonen über ihre Mitwirkung verändert deren Auftreten. Beispiel: Soziale Erwünschtheit. (s. Persönlichkeitstest) Vertrautheitseffekt Werbepsychologie. Unbekannte Dinge mit ähnlichem Aussehen und ähnlichen Merkmalen (z.B. Preis) werden eher akzeptiert als wenn keine Vergleichsmerkmale herangezogen werden können. Vier Seiten einer Nachricht Kommunikation und Interaktion. Nach Friedemann Schulz von Thun stecken Beziehung, Sache, Selbstoffenbarung und Appell in jeder Botschaft an Andere, die jede Nachricht als Botschaft dem Gegenüber signalisiert. Günstig in Teamklärung und Partnerschaft als Metakommunikation direkt ansprechbar. (s. Metakommunikation) Visualisierung Moderation. Zentrale Methode des Sichtbarmachens von Teilschritten und Ergebnissen vorwiegend über solche Techniken wie Thermometer, doppelte und einfach Karten- und Punktabfrage. Von-Restorf-Effekt Wahrnehmung. In eine Reihe von zu behaltenen Details schneidet ein außergewöhnliches Merkmal in der Wiedergabe erheblich besser als alle anderen Elemente der Reihe ab. Im Volksmund heißt es dazu: Gedächtnis wie eine Harke, bloß der Mist bleibt hängen. Vorwandbehandlung Verkauf und Verhandlung. Klassische Situation in der Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Auffassungen. Zahlreiche Techniken behandeln dieses Phänomen. Zentral ist die Unterscheidung zwischen Einwand (= objektive Kritik) und Vorwand (= Ausrede). Die Frageform „Gesetzt den Fall, ..“ kann die Unterscheidung herbeiführen. Der Vorwand wird lokalisierbar. (s. Einwandbehandlung) |
W |
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| Werte-Quadrat
Beratung und Entwicklung. Von Paul Helwig entwickelte Methodik. Zwei positive Gegenwerte werden mit jeweils einer negativen Über-/Untertreibung verbunden und über Kreuz werden subjektives und verdecktes Verhalten und Erleben verdeutlicht. Wirksame Methode, um sich im Dialog Fehlerquellen zu nähern und Verständnis füreinander zu entwickeln. (s. Entwicklungsquadrat) Werther-Effekt Entwicklung und Soziologie. Nachahmungseffekt. Hier ist die Sogwirkung nach Goethes WERTHER-Veröffentlichung als Suizidwelle gemeint. (s. Imitationseffekt) Wertkette Beratung und Unternehmen. Definition von Wertschöpfungs-Merkmalen. Ziel der Wertkettenanalyse nach M.E. Porter ist es, die Quellen von Wettbewerbsvorteilen zu optimieren. WLB Lebensqualität. Work-Life-Balance als das Streben nach Vereinbarkeit von privaten und beruflichen Belangen. Streben nach regelmäßigem Ausgleich von Erfolg und Erfüllung. Workaholic Persönlichkeit und Arbeit. Bezeichnet Person, die (fast) nur in Arbeit ihre Erfüllung findet. Wunsch-Probe Beraten und Assessment. Hinterfragen nach Wünschen. Die Wunsch-Probe nach Kurt Wilde liefert Ansatzpunkte für die Einschätzung des Gegenübers und für tiefer liegende Problemstrukturen (u.a. beim LOT-Prinzip angewandt): z.B. „Stellen Sie sich vor, eine Fee stellt Ihnen drei Wünsche frei ...“ |
XYZ |
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| Yerkes-Dodson-Regel
Lernen und Arbeiten. Ein bestimmter mittlerer Aktivationsgrad der Motivation ist am leistungsförderlichsten. Hohe und niedrige Motivation sind i.a. weniger leistungsförderlich. R.M. Yerkes und J.D. Dodson haben diese Regel aufgestellt. Zeigarnik-Effekt Lernen und Arbeiten. Bluma W. Zeigarnik hat in ihren Untersuchungen von erledigten, abgeschlossenen und unerledigten Handlungen herausgefunden, dass abgeschlossene Handlungen rasch vergessen werden im Vergleich zu noch offenen Handlungen. Das hat in mehrere Richtungen motivationale Konsequenzen. Zeitdiebe Selbst- und Zeitmanagement. Zeitfresser im Berufsalltag, u.a. zu lange Telefonate, nicht NEIN sagen können, keine ordentliche Ablage, Zirkuläres Fragen Beratung und Rhetorik. Mara Selvini Palazzoli hat mit der sog. Mailänder Gruppe entwickelte Technik. Diese Fragetechnik sucht Muster und Beschreibungen keine Ursachen und Hintergründe. Beispiel: „Was wäre wenn ...“. (s. Zirkularität) Zirkularität Beratung und Rhetorik. Mara Selvini Palazzoli hat mit der sog. Mailänder Gruppe diesen Grundbegriff in Psychotherapie und Beratung eingebracht. Hängt eng mit dem Systemischen Denken zusammen. (s. Zirkuläres Fragen) 20 : 80 - Regel Zeitmanagement und Wirtschaft. Auch 80-zu-20-Regel u.ä. umschrieben. Verdeutlicht, dass geringer Aufwand großen Nutzen bringen kann oder dass ein hoher z.B. zeitlicher Aufwand relativ zum Erfolg nicht effektiv und effizient ist. (s. PARETO-Prinzip) | ||||||||||||||||||||||||
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Weiterführende Links:

» Kleines ABC sozialer Effekte
» www.lebensnebel.de

» www.jobdressing.de

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